Neuer Abteilungskommandant Sielmingen

Während der Hauptversammlung der Abteilung Sielmingen wurde eine neue Abteilungsführung gewählt. Die Mitglieder der Einsatzabteilung votierten mit überwältigender Mehrheit für Ralf Schweizer als Abteilungskommandant sowie für Manfred Hees als stellvertretenden Abteilungskommandant. Ralf Schweizer war bisher stellvertretender Abteilungskommandant.

Der bisherige Abteilungskommandant Dietmar Dahler hatte das Amt 18 Jahre inne. Er wurde aufgrund seiner Verdienste und seines herausragenden Engagements zum Ehrenabteilungskommandant ernannt.

Die Amtsübergabe findet nach der Zustimmung des Gemeinderates am 16. April 2018 statt.  

Großfeuer in Plattenhardt

Zu einem Großfeuer in einem landwirtschaftlichen Unterstand ist es am Freitag, dem 5. Januar 2018, im Gewann Schilleräcker im Stadtteil Plattenhardt gekommen. Die ersten Kräfte der Abteilung Plattenhardt der Freiwilligen Feuerwehr Filderstadt wurden um 12.10 Uhr zu einem vermeindlichen Gartenhausbrand alarmiert. Das erste Löschgruppenfahrzeug war sechs Minuten nach der Alarmierung an der Einsatzstelle. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein landwirtschaftlicher Unterstand mit den Abmessungen von ca. 12 x 25 Metern in Vollbrand stand. In dem Unterstand waren unter anderem vier Traktoren, weitere landwirtschaftliche Geräte sowie große Mengen Stroh gelagert. Aufgrund des Vollbrandes des Unterstandes bereits bei Eintreffen der Feuerwehr war dieser nicht zu retten.

Aufgrund der vorgefundenen Lage wurde umgehend um 12.19 Uhr eine umfangreiche Nachalarmierung eines zweiten Löschzuges, verschiedener Sonderfahrzeuge und der Einsatzkomponente Wasserversorgung vorgenommen. Somit waren alle fünf Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Filderstadt in den Einsatz eingebunden.

Die ersten Einsatzkräfte bauten umgehend eine so genannte Riegelstellung auf, um die beiden benachbarten, nur wenige Meter entfernt stehenden landwirtschaftlichen Unterstände zu halten. So konnte die Feuerwehr erfolgreich ein Übergreifen der Flammen auf die beiden benachbarten Unterstände mit landwirtschaftlichen Geräten und großen Mengen Stroh erfolgreich verhindern. Problematisch war dabei die Löschwasserversorgung, die zunächst mittels Tanklöschfahrzeugen sichergestellt wurde, bevor die Einsatzkomponente Wasserversorgung der Feuerwehr Filderstadt die etwa 400 Meter lange Schlauchleitung vom Ortsrand Plattenhardt im Bereich Scherlachstraße aufgebaut hatte. Insgesamt wurden vier Löschrohre von den Einsatzkräften, teilweise unter Atemschutz, vorgenommen. Mit einem zur Einsatzstelle beorderten Bagger eines ortsansässigen Unternehmens wurden die ausgebrannten Traktoren aus dem Unterstand gezogen sowie die Wellblechabdeckung entfernt, um das Stroh ablöschen zu können.

Das Ablöschen der großen Menge des Strohes zog sich bis zum Samstagmittag, 6. Januar 2018, gegen 13 Uhr hin. Hierbei wurde aus Umweltschutzgründen im landwirtschaftlich genutzten Außenbereich bewusst auf den Einsatz von Schaummitteln verzichtet. In der Nacht wurden die Einsatzkräfte mehrfach ausgetauscht; dabei kamen die Abteilungen Bonlanden und Plattenhardt zum Einsatz.

Von der Feuerwehr wurden im Umfeld der Brandstelle sowie in Zugrichtung des Brandrauches Messungen vorgenommen. Diese waren negativ, sodass zu keiner Zeit gesundheitsschädliche Konzentrationen des Brandrauches außerhalb der Einsatzstelle nachgewiesen werden konnten. Im weiteren Umfeld der Einsatzstelle kam es jedoch zu Geruchsbelästigungen.

Nach Angaben der Polizei konnte die Brandursache geklärt werden: Zwei zehn und elf Jahre alte Jungen hatten im Heu gezündelt. Sie hatten sich der Polizei am Abend gestellt.

Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt.

Die Freiwillige Feuerwehr Filderstadt war mit 16 Fahrzeugen und 62 Einsatzkräften vor Ort. Das Deutsche Rote Kreuz war mit zwei Fahrzeugen im Einsatz.

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Spendenübergabe an Paulinchen e.V.

Jedes Jahr müssen allein in Deutschland mehr als 30.000 Kinder unter 15 Jahren mit Verbrennungen und Verbrühungen ärztlich versorgt werden, ca. 6000 Kinder verletzen sich so schwer, dass sie stationär behandelt werden müssen. Um auf die Folgen von thermischen Verletzungen im Kindesalter, deren Behandlung, die Unfallgefahren und die Erste Hilfe aufmerksam zu machen, ruft Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. jährlich am 7. Dezember zum bundesweiten „Tag des brandverletzten Kindes” auf. Die Freiwillige Feuerwehr Filderstadt unterstützte Paulinchen e.V. mit einer Spende: Ein Scheck über 700 Euro wurde aus Anlass des "Tages des brandverletzten Kindes" an den gemeinnützigen Verein übergeben. Stellvertretend für den Vorstand nahm Thomas Müßle aus Reutlingen den symbolischen Scheck entgegen.  

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Die Brandschutzerziehung und -aufklärung in Kindergärten und Schulen ist ein wichtiges Betätigungsfeld der Freiwilligen Feuerwehr Filderstadt. Im November 2013 hatte die Feuerwehr im Zentrum der Filder das jährlich stattfindende „Forum Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung“ des Deutschen Feuerwehrverbandes ausgerichtet, bei dem sich damals rund 290 Experten aus dem gesamten Bundesgebiet über aktuelle Themen zur Brandschutzerziehung ausgetauscht und fortgebildet hatten. Die 700 Euro hatte die Feuerwehr Filderstadt vom Deutschen Feuerwehrverband als Dank für die Ausrichtung der Veranstaltung erhalten.

Die Freiwillige Feuerwehr Filderstadt wollte mit dem Betrag etwas Gutes tun – und dem Gedanken der Brandschutzerziehung dienen. Der Feuerwehrausschuss hatte daher beschlossen, den Betrag an den Verein Paulinchen e.V. zu spenden. „Ich freue mich sehr, dass wir heute am Tag des brandverletzten Kindes den Betrag an Paulinchen übergeben können und so mithelfen können, große Not bei betroffenen Familien zu lindern. Brandverletzungen bei Kindern sind sehr schlimm und sehr schnell lebensbedrohlich. Ganz wichtig ist es, dass die Kinder dann in Behandlung bei spezialisierten Ärzten kommen – und betroffene Familien schnell und unkompliziert Unterstützung und Zuspruch bei der oft langen Behandlungszeit erhalten. Dabei ist Paulinchen e.V. ganz wichtig. Ich bin dankbar, dass es Paulinchen e.V. gibt“, sagte Stadtbrandmeister Jochen Thorns bei der Übergabe des Spendenschecks.

Einsätze Silvester 2017/2018

Rund um den Jahreswechsel 2017/2018 musste die Freiwillige Feuerwehr Filderstadt zu fünf Einsätzen ausrücken. Im Stadtteil Plattenhardt sprengte sich ein Mann ein Glied des Zeigefingers mit Feuerwerk ab.

Vermutlich Silvesterböller sind die Ursache für die Brände eines Papiercontainers an der Jakobstraße im Stadtteil Sielmingen am Silvestertag um 14:52 Uhr und einer Hecke an der Römerstraße im Stadtteil Plattenhardt gegen 23:30 Uhr sowie an Neujahr um 01:49 Uhr von zwei Mülltonnen an einem Gebäude an der Gotthard-Müller-Straße im Stadtteil Bernhausen. Die Einsatzkräfte hatten die Brände jeweils schnell unter Kontrolle und konnten weiteren Schaden erfolgreich verhindern.

Ebenfalls im Stadtteil Bernhausen mussten um 02:06 Uhr an der Talstraße brennende Feuerwerksreste abgelöscht werden.

Im Stadtteil Plattenhardt sprengte sich ein Mann ein Fingerglied ab und wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus Nürtingen gebracht. Um die Chance auf ein Wiederannähen des Fingergliedes zu wahren, wurde die Feuerwehr Filderstadt um 02:30 Uhr von der Polizei zur Amtshilfe im Bereich des Lindenhofes alarmiert. Trotz umfangreicher Ausleuchtung und intensiver Absuche des Feldweges und der angrenzenden Äcker konnten leider keine medizinisch verwertbaren Teile des Amputats gefunden werden, sodass die Suche um 03:25 Uhr in Absprache mit Polizei und Rettungsdienst erfolglos eingestellt werden musste. Die Freiwillige Feuerwehr Filderstadt war mit vier Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften vor Ort.

Übung "Heißer Süden 2017"

Am Samstag, dem 14. Oktober 2017, fand die Katastrophenschutzübung "Heißer Süden 2017" im Schönbuch statt, die von den Regierungspräsidien Stuttgart und Tübingen sowie den Landkreisen Esslingen, Böblingen, Tübingen und Reutlingen organisiert worden war. Mehr als 2300 Einsatzkräfte waren daran beteiligt, darunter auch 41 Feuerwehrangehörige und zehn Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Filderstadt. Damit handelte es sich um die größte Katastrophenschutz-Vollübung in Baden-Württemberg seit Jahren.

Im Landkreis Esslingen fand die Übung vor allem zwischen Aichtal und Waldenbuch statt: Die Hauptübungskomponenten für die Feuerwehrkräfte bestanden aus einem Waldbrand. Dazu mussten an zwei Stellen im Schönbuch simulierte Waldbrandlagen abgearbeitet werden. An der flächenhaften Waldbrandlage im so genannten Einsatzabschnitt 1 wurde von der Feuerwehr Filderstadt geübt. Dazu mussten die Einsatzkräfte des Einsatzabschnitts 3, der ebenfalls von der Feuerwehr Filderstadt geführt wurde, eine etwa 4,5 Kilometer lange Schlauchleitung legen, um das Löschwasser von einem Hydranten an die Einsatzstelle fördern zu können. Das Tanklöschfahrzeug TLF 24/50 der Abteilung Bernhausen war zudem im Einsatzabschnitt 4 eingebunden, der Löschwasser im Pendelverkehr an die Einsatzstellen heranführte. 

Bürgermeister Reinhard Molt besuchte den Einsatzabschnitt 1 und überzeugte sich vor Ort von der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr. Molt dankte den Einsatzkräften: "Vielen Dank für Ihr tolles Engagement!" An der Übung waren Kräfte der Abteilungen Bernhausen, Harthausen, Plattenhardt und Sielmingen der Freiwilligen Feuerwehr Filderstadt beteiligt.

Bilder: Feuerwehr Filderstadt

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